Die Ausstellung „Leokadia Justman. Brechen wir aus! Als polnische Jüdin auf der Flucht in Tirol“ ergänzt als Sonderpräsentation die Rahmenausstellung „Vom Gauhaus zum Landhaus. Ein Tiroler NS-Bau und seine Geschichte“ und ist von Montag bis Freitag (9 bis 17 Uhr) im Landhaus 1 zu sehen. Die selbstverfassten Gedichte von Leokadia Justman können jeweils freitags (12 bis 17 Uhr) ebenfalls im Landhaus 1 (Festsaal) besichtigt werden. Das Projekt ist eine Kooperation des Landes Tirol mit der Universität Innsbruck und dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, der Pädagogischen Hochschule Tirol, dem Archiv für Bau.Kunst.Geschichte, dem Programm ERINNERN:AT des OeAD (Österreichs Agentur für Bildung und Internationalisierung) zum Lehren und Lernen über Nationalsozialismus und Holocaust sowie dem Verein Wissenschaft und Verantwortlichkeit.
Überraschungsfund in den USA: Vor kurzem entdeckten Innsbrucker Forscher Gedichte von Leokadia Justman in Archiven in New York und Washington D.C. Seit einem Jahr gibt es zu Leokadia Justman, einer jungen polnischen Jüdin, eine Ausstellung mit dem Titel „Brechen wir aus!“ im Landhaus. Wir dürfen Sie nochmals darauf aufmerksam machen: Bis 26. Oktober 2026 ist die Sonderschau zu sehen – Besuche im Landhaus sind weiterhin von Montag bis Freitag (9 bis 17 Uhr) möglich. Parallel zur Ausstellung bietet das Land Tirol mit seinen Kooperationspartnern ein umfangreiches Begleitprogramm. Musikalische Performances, Theatervorführungen und Lesungen laden dazu ein, mehr über Tirol zur Zeit des Nationalsozialismus zu erfahren.
Zum Hintergrund: Die junge Leokadia Justman entkommt im Zweiten Weltkrieg den unmenschlichen Bedingungen in den polnischen Ghettos und setzt ihr Leben aufs Spiel, um nach Tirol zu fliehen. Unter falscher Identität kann sie der grausamen Verfolgung der NS-Schergen in Innsbruck vorerst entgehen – auch weil ihr mutige TirolerInnen zur Seite stehen.
