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Sicher unterwegs mit Kleinkindern

Klimabündnis Tirol und der lokale Fahrradhandel unterstützen Familien beim Mobilwerden.

In die Kinderkrippe, zum Turnen oder ins Eltern-Kind-Zentrum: Im Alter zwischen eins und drei Jahren beginnen Kinder üblicherweise mit ihren Eltern Alltagswege zurückzulegen. Für die jungen Familien stellt sich dann die Frage: Wie komme ich sicher und schnell von A nach B. Vor allem im städtischen Raum und innerhalb von Gemeinden hat das Auto hier für viele ausgedient. Die hohen Kosten, lästige Parkplatzsuche und nicht zuletzt der Klimaschutz sind gute Gründe, um auf das Auto zu verzichten und Alternativen zu nutzen.

Um jungen Familien den Umstieg vom Auto auf umweltfreundliche Verkehrsmittel zu erleichtern hat das Klimabündnis Tirol, mit der Unterstützung des Landes Tirol und mit den Kooperationspartner:innen EKIZ Wipptal und Fulpmes sowie dem Sporthändler Denifl, im Dezember einen praxisnahen Workshop angeboten. „Durch Informationen und den gemeinsamen Austausch beim Workshop erhoffen wir uns, das nachhaltige Mobilitätsverhalten von Familien mit Kleinkindern zu stärken“, so Sigrid Mourits-Andersen von Klimabündnis Tirol.

Das Lastenrad: Die Familienkutsche des 21. Jahrhunderts

Wie sichere ich mein Kind am besten beim Fahrradfahren? Wo gibt es gute Radwege in meiner Gemeinde? Und welches Equipment ist das richtige für uns? Infos zum Radfahren mit kleinen Kindern konnten sich Eltern im Workshop „Sicher und nachhaltig unterwegs mit Kleinkindern“ holen. Immer mehr Familien, vor allem im städtischen Gebiet, setzen dabei auf das Lasten- oder Transportrad. Mit E-Antrieb oder ohne stellt das Familienrad eine schnelle und bequeme Alternative zum Auto dar. „In Tirol sind 42% der Autofahrten unter fünf Kilometer, da gibt es riesiges Potenzial, um auf das Fahrrad oder Lastenrad umzusteigen“, weiß Mourits-Andersen.

Untersuchungen zeigen: Je öfter Kinder mit ihren Eltern zu Fuß, mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, desto sicherer bewegen sie sich später allein auf ihrem Schulweg. Davon ist auch Herbert Gleirscher vom Sportgeschäft Denifl im Stubaital überzeugt, der auf das Rad als Alltagsverkehrsmittel setzt: „Wer früh anfängt, kann die Freude am Radfahren an seine Kinder weitergeben.“ Bei den Pilotworkshops in Fulpmes und Steinach präsentierte Gleirscher verschiedene Produkte wie Laufräder, Radanhänger, Kindersitze und Helme und konnte den Eltern wertvolle Tipps zur Verkehrssicherheit mit ihren Kleinkindern mitgeben. Zum Beispiel, dass Kinder gerade in der Winterzeit auf Straßen immer mit heller Kleidung und Reflektoren ausgestattet sein sollten. So werden sie auf eine Distanz von 140 Metern erkannt.

Die günstige Alternative

Der Umstieg vom Auto auf die Öffis oder das Fahrrad schlägt sich nicht zuletzt in der Geldbörse nieder. Während ein durchschnittlicher Kleinwagen auf seinen gesamten Lebenszyklus gesehen um die 5.400 Euro im Jahr kostet, steigen Familien beim Kauf eines Lastenrads oder eines Öffi-Tickets wesentlich günstiger aus: Die Kosten für ein Lastenrad mit E-Antrieb fangen bei einem Neukauf bei ungefähr 3.000 Euro an. Für den gesamten öffentlichen Tiroler Nahverkehr zahlt eine Familie mit zwei Erwachsenen und Kindern unter 6 Jahren um die 885 Euro im Jahr. Zudem stellt der Verkehrsverbund Tirol und seine Partner:innen allen Jahreskarten-Besitzer:innen eine ständig wachsende Flotte an Elektroautos zur Verfügung, wie floMOBIL, Beecar und FLUGS.

Foto: © Klimabündnis Tirol