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Dorfwoche – Fr, 17. Juni: Generationentreffen

Am Freitag der Dorfwoche fand im Gasthof Franziskibad das zweite Generationentreffen statt: Die Gemeinde Bad Häring lud die Jungbürger und mehrere Gemeindebürger, die besondere Leistungen in Sport und Kultur erbracht hatten, zu einem Festabend ein. Höhepunkt war jedoch die Verleihung von zwei Ehrenzeichen und einem Ehrenring für außerordentliche Dienste und Leistungen zum Wohle der Gemeinde.

Nach der musikalischen Einstimmung begrüßte Herr Bürgermeister Herman Ritzer als besondere Ehrengäste Herrn BH Dr. Christoph Platzgummer mit seiner Gattin sowie Herrn Altbürgermeister und Ehrenbürger der Gemeinde Ernst Gruber. Für die musikalische Gestaltung der Feier dankte er der Bläsergruppe der KMK Bad Häring.

Den ersten Programmpunkt bildete die Jungbürgerfeier. In seiner Ansprache ermunterte Herr Bürgermeister Hermann Ritzer die nunmehr volljährigen jungen Bürger Interesse für das politische und gesellschaftliche Leben in Österreich zu entwickeln, um es mitgestalten zu können. Der Politikverdrossenheit zum Trotz ist es notwendig sich zu engagieren, damit man Ideen für das Dorfleben, die Infrastruktur oder das wirtschaftliche Leben einbringen und verwirklichen kann. Neben der Kommunalpolitik  ist auch der soziale Bereich ein Betätigungsfeld, in dem man sich als junger Mensch sehr gut einbringen kann. Hilfsbereitschaft spielt gerade gegenüber der älteren Generation eine große Rolle.

Im Anschluss richtete Herr BH Dr. Christoph Platzgummer seine Ansprache an alle geladenen Generationen und betonte die Bedeutung des Miteinanders. Ausgehend von einem eher provokanten Zeitungsartikel, der die junge Generation ermutigte bzw. ihr einredete, alles besser zu machen als die ältere, sah er wohl Fehlentwicklungen und Probleme wie den Ressourcenverbrauch, die Umweltverschmutzung und das politische Klima, aber er wies darauf hin, dass die Nachkriegsgeneration das Land wieder aufgebaut und in den Wohlstand gearbeitet hat, der uns jetzt einen hohen Lebensstandard ermöglicht. Der Lebensweg eines Menschen kann nie genau vorhergesagt werden, obwohl man vieles planen möchte. Daraufhin erläuterte er einige Grundhaltungen, die für jeden Leitgedanken sein sollen. Leistung ist der erste Wert – ohne etwas zu tun und zu arbeiten, wird das Leben nicht gelingen. Damit dies aber nicht zur Unrast wird, sind Demut und Dankbarkeit wichtig. Demut meint, anzuerkennen, dass es einen Größeren gibt, der letztendlich über den Erfolg mitentscheidet, auch wenn wir selbst Großartiges vollbringen. Und Dankbarkeit ist gegenüber der älteren Generation angebracht. Die meisten Eltern arbeiten, damit es ihr Kind besser hat. Etwas weiteres Wesentliches ist die Meinungsfreiheit, über die wir verfügen, und die Toleranz, mit der wir infolgedessen andere achten müssen.  In einem Gespräch mit Herrn EB Dr. Franz Lackner hat er einen weiteren Wert bedacht: Man muss auch Zweifel zulassen und damit umgehen, nicht nur im Glauben, sondern überhaupt im Leben. Respekt und Kommunikationsvermögen sind da gefordert. Und als letzte Punkte nannte er Verantwortungsbereitschaft und Rücksichtnahme – mit einem Blick auf die Bedürfnisse anderer ist es für jeden Menschen wichtig, für eine Sache, für ein Projekt oder das eigene Handeln Verantwortung zu übernehmen.

Nach diesen beiden einprägsamen Ansprachen leisteten Lara Staudacher und Lars Winkler stellvertretend für alle das Jungbürgerversprechen. Danach gratulierten Herr BH Dr. Christoph Platzgummer und Herr BM Hermann Ritzer den jungen Erwachsenen und überreichten jedem ein Dorfbuch.

Nach einem weiteren sehr schönen Musikstück standen die Ehrungen für verdiente Gemeindebürger in der Kultur und im Sport auf dem Programm. Mit Freude nahmen sie den Bad Häringer Bergknappen entgegen und bedankten sich für die Ehrung. Im letzten Festakt wurden zwei Ehrenzeichen und ein Ehrenring vergeben – die Beschlüsse dazu wurden im Gemeinderat einstimmig gefasst. Priska Mair-Valentini erhielt das Ehrenzeichen für Ihre vielen Verdienste in der Gemeindepolitik, wo sie sich besonders im Umweltbereich sowie in der Flüchtlingsbetreuung engagiert. Als Nächstem wurde Karl-Heinz Fröhlich für seine Verdienste im Vereinswesen das Ehrenzeichen verliehen. Den Höhepunkt bildete die Verleihung des Ehrenringes an Regina Huber, die über zwanzig Jahre in der Gemeindepolitik vor allem im sozialen Bereich Außerordentliches geleistet hat.

Allen Geehrten wurde mit einem kräftigen Applaus gratuliert. Herr Bürgermeister Hermann Ritzer bedankte sich auch bei den Mitgliedern des Gemeinderates für die Mitarbeit zu dieser Feier, ebenso bei Amtsleiter Werner Drexler und Amtsassistentin Patrizia Rabl und abschließend noch einmal bei der Musikergruppe. Auch dafür gab es einen Applaus.

Im zweiten Teil des Abends wurde es beim festlichen mehrgängigen Essen mit passenden Getränken sehr gesellig und unterhaltsam.

Vor allem für die jungen Erwachsenen war als weiterer Programmpunkt eine Disco-Night angesagt, aber auch die ältere Generation fand sich in Erinnerung an vergangene Zeiten im Discoraum des Gasthofes Franziskibad ein.

Die Idee des Generationentreffens ist zum zweiten Mal zu einem sehr würdigen Fest geworden, das die Bedeutung des Miteinanders stärkt, das jungen Menschen Mut macht und älteren Menschen Ehre und Dankbarkeit zollt.